Testbericht: HP LaserJet Pro 100

Teurer, aber hochwertiger Drucker für Dokumente

Kompakt, qualitativ hochwertig – aber teuer. Der HP Laserjet Pro 100 zählt insbesondere bei den Folgekosten sicherlich nicht zu den günstigsten Geräten. Wer dennoch zuschlägt, erhält einen Laserdrucker mit sehr guten Eigenschaften, die alle Anwendergruppen zufriedenstellen dürften.
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Simple erste Schritte

Einfacher kann die Inbetriebnahme eines Druckers wohl nicht ablaufen: Nach dem Anschluss installiert sich der HP Laserjet Pro 100 von selbst, alle Treiber werden im Gerät mitgeliefert. Beim ersten Drucken fällt die niedrige Geräuschkulisse auf. Während der Arbeit ist der Drucker zwar hörbar, aber nicht störend. Sofort danach schaltet er in einen Ruhemodus, der nicht mehr hörbar ist. Damit eignet sich der HP Laserjet Pro 100 nicht nur für Büros, in denen ohnehin eine gewisse Betriebslaufstärke herrscht, sondern auch für ansonsten ruhige Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden. An der Ausstattung lässt es der Hersteller ebenfalls nicht mangeln: Der Drucker kann wahlweise per USB, Netzwerkverbindung oder WLAN an Computer oder Notebooks angeschlossen werden. ePrint wird ebenfalls unterstützt, so dass E-Mails beispielsweise von Smartphones gesendet und sofort ausgedruckt werden können.
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Guter Schwarzweiß-Druck, ausbaufähige Farbqualitäten

Bei der Geschwindigkeit überzeugt insbesondere der Schwarzweiß-Druck: 20 Seiten Text werden nach nur eineinhalb Minuten aus dem Gerät geworfen, für ein Foto im A4-Format benötigt der HP Laserjet Pro 100 noch immer gute 80 Sekunden. Texte werden in nur sechs Sekunden eingescannt, Kopien in Schwarzweiß dauern nur 19 Sekunden. Beim Farbdruck geht es zwar etwas gemächlicher zu, aber dafür wird dieser auch deutlich seltener genutzt. Qualitativ überzeugt ebenfalls in erster Linie der Druck von Dokumenten: Auch feine Schriften werden sehr fein auf das Papier gebracht, störend wirkten nur harte Kontraste an Buchstaben. Farbkopien hingegen zählen nicht zu den Stärken, denn dort verlieren die Ausdrucke zu viele Details. Außerdem legt sich bei Farbdrucken in Graustufen eine sichtbare Streifenbildung über das Bild – ärgerlich, aber verzeihbar.

Mängel verblassen gegen Preis-Leistungs-Verhältnis

Die wenigen Kritikpunkte sind in Büroumgebungen wahrscheinlich nicht der Rede wert. So neigt der Brother MFC 7360n dazu, bei hoher Last auf einen doch recht lauten Lüfter zurückzugreifen. Dies dürfte aber nur in leisen Privaträumen wirklich negativ auffallen. Von größerer Bedeutung könnte das Fehlen des Duplex-Drucks sein. So etwas darf in einem Drucker für Produktivumgebungen eigentlich nicht fehlen, das schnelle Ausdrucken umfangreicher Aufträge wird damit deutlich erschwert. Besser ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: 170 Euro kostet der Brother MFC 7360n derzeit, dazu kommen Seitenpreise zwischen 2,5 Cent (Textdruck) und 17,1 Cent (Farbfotos). Sowohl das Grundgerät als auch alle folgenden Seiten sollten also keine Löcher in die Brieftasche reißen.
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Teure Folgekosten für Vieldrucker

Wer seinen Drucker sehr häufig benutzt, muss beim HP Laserjet Pro 100 recht tief in die Tasche greifen: Eine Seite im Schwarzweiß-Druck schlägt mit 5,2 Cent zu Buche, im Farbdruck genehmigt sich das Gerät ganze 19,6 Cent. Das sind schon recht gesalzene Preise, die sich angesichts der hohen Qualität des Geräts aber vielleicht rechtfertigen lassen. Original-Farbtoner von HP kostet im Nachkauf außerdem fast 170 Euro. Sparsame Anwender sollten dennoch nach einem anderen Drucker suchen. Im ausgeschalteten Zustand verbraucht der HP Laserjet Pro 100 außerdem weiterhin 0,3 Watt – das ist zwar nicht viel, aber dennoch unnötig.

Unser Fazit: Für wen empfiehlt sich der HP Laserjet Pro 100?

Wer über die hohen Folgekosten hinwegsehen kann, findet im HP Laserjet Pro 100 einen hervorragenden Begleiter insbesondere für Dokumente und einfarbige Grafiken. Leichte Defizite im Farbdruck verhindern leider eine uneingeschränkte Empfehlung, denn dieser Punkt gehört nicht zu den Stärken des Druckers. Wenn das aber ohnehin keine Rolle spielt, darf sowohl in Büros als auch Privaträumen zugegriffen werden.

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