Auf der IFA 2014 hat Samsung einige interessante Konzepte für neuartige Drucker hervorgestellt. Diese wird es in dieser Form zwar wohl nie zu kaufen geben, aber sie gewähren dennoch einen Einblick in die Richtung, in welche sich Drucker in Zukunft nach Samsungs Meinung bewegen werden – und die hört auf den Stichpunkt Mobilität. Insgesamt hat der südkoreanische Konzern drei neue Konzepte vorgestellt, auf die wir kurz ein wenig detaillierter eingehen wollen:

 

Samsung Wave• Samsung Wave

Dieses Gerät verbindet Wi-Fi, NFC, Drucker und Docking-Station für Smartphones in einem Gehäuse. Was ein wenig verwirrend klingt, soll in der Praxis dafür sorgen, dass die Versorgung des Druckers mit Daten deutlich einfacher geschieht. Dazu soll der Anwender nur sein Smartphone auf den Drucker stecken, Daten werden anschließend über NFC an das Gerät gesendet und können per Knopfdruck ausgedruckt werden. Umwege über PC oder Notebook sind nicht notwendig. In einer zunehmend mobilen Zeit könnte das gar keine schlechte Idee sein, denn längst nicht mehr alle Inhalte werden auf Notebook oder Computer gespeichert.

• Samsung Indie

Ein weiterer Drucker mit einem noch exotischeren Anwendungszweck. Hier hat Samsung sogar ein Sound-System integriert, was ähnlich wie diverse portable Bluetooth-Lautsprecher genutzt werden kann. Das Smartphone muss hier wieder einmal einfach nur angesteckt werden, um anschließend entweder Musik zu hören oder per NFC auch Dokumente auszudrucken. Was sich Samsung genau bei dieser Kombination gedacht hat, ist nicht ganz ersichtlich, aber schließlich handelt es sich auch hier nur um eine Design- und Konzeptstudie, die so sicherlich niemals in den Handel gelangen wird. Die hohe Konzentration auf mobile Geräte ist jedoch logisch, denn schließlich ist dieser Sektor einer der größten Standfüße von Samsungs Elektroniksparte.

Samsung One and One• Samsung One & One

Bei diesem Laserdrucker handelt es sich um ein Gerät, das durch ein besonders einfaches Austauschen der Tonerkartuschen überzeugen soll. Der One & One unterstützt eine schwarze Kartusche und ein weiteres Modell mit Cyan, Magenta oder Gelb. Indem eine Klappe auf der Decke geöffnet wird, kann der Füllstand abgelesen und die Kartusche sofort getauscht werden. Optisch erinnert diese Studio ein wenig an einen alten Kassettenrekorder, aber der Retrolook ist derzeit ja auch recht angesagt. Bei einem entsprechend niedrigen Preispunkt könnte dieses Konzept aber sogar aufgehen, wenn man Gelegenheitsnutzer als Zielgruppe ansieht. Über eine Docking-Station wie die anderen Geräte verfügt dieser Drucker nicht.

Das Zwischenfazit der IFA 2014

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Die tatsächliche Marktreife werden die interessanten Konzeptstudien von Samsung wohl nie erreichen, aber ähnliche Geräte werden uns sicherlich in den kommenden Monaten und Jahren vorgestellt. Insbesondere die Verbindung von Smartphone und Drucker erscheint durchaus sinnvoll, denn der umständliche Weg über Bluetooth, WLAN oder Notebook und Computer würde durch den Einsatz von NFC wegfallen. Andere Hersteller werden hier sicherlich noch nachziehen – und das ist aus Sicht der Kunden immer ein gutes Zeichen.

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